MASSIV IN MENSCH-The Cortex Zero E..

Geschrieben von Jay am . Veröffentlicht in CD-Check

massiv-in-mensch cortex zero effect

VÖ - Termin: 30. August 2013

Info: Kann ein Album vielseitiger sein?!

 

 

MASSIV IN MENSCH - The Cortex Zero Effect

Label: Advoxya Records

Veröffentlichung: 30. August 2013 Stil: Electro

 
 
 
Mit dem siebten Album melden sich Massiv in Mensch zurück. Die Formation aus Norddeutschland beweist mit dem vorliegendem Werk "The Cortex Zero Effect" erneut eindrucksvoll, wie vielseitig sie sind.
Schauspieler und Synchronsprecher Reiner Schöne verleiht mit seiner unverkennbaren Stimme dem Intro "The Effect" einen schon fast epischen Charakter und somit dem Album einen perfekten Einstieg.
"The Way to Oblivion" ist dann gleich eines der Highlights des Albums. Eingängig und harmonisch präsentiert sich hier die Kombination aus ruhigen und temporeichen Passagen, die von weiblichen und männlichen Vocals getragen werden. Dezente Gitarrenriffs verleihen dem Song noch mehr Tiefe. Nicht umsonst ist dieser Track in den einschlägigen Szene-Charts zu guten Platzierungen gelangt.
Massiv In Mensch Mit "Pop Corn" folgt dann eine Coverversion des Klassikers von Gershon Kingsley aus dem Jahre 1969. Da ich Coverversionen nicht wirklich mag, hat mich das auch nach einer knappen Minute zum nächsten Track springen lassen. Allerdings dürfte die Cyber-Fraktion diesen Track lieben, der in "Hard-Techno"-Manier (oder wie immer man das auch nennen mag...) gehalten ist.
Bei Track 4 wird es dann extrem tanzbar. "Das Modul des Schreckens" ist ein Tanzflächen-Stampfer der zwar ruhige Momente enthält, aber dennoch die Leute auf die Tanzflächen der entsprechenden Clubs treiben wird.
Zu meinem Leid gibt es dann wieder eine Cover-Version. "Hello Hello" von Lars Falk wurde hier auserwählt. Ein Klassiker aus der New Wave Zeiten der achziger Jahre, der mich im original auch heute noch oft wehmütig an diese Zeit zurück denken lässt. Also auch hier schnell zum nächsten Track springen.
"Ich bau dir eine Pyramide" klingt irgendwie nach Welle:Erdball und nach NDW, von entprechenden Sounds geprägt ist und vor allem von der Stimme von Anna-Maria Straatmann getragen wird, welche für diesen Song geradezu perfekt scheint. Für mich persönlich ein Track, der mich bereits beim ersten Hören total überzeugt hat.
Massiv In Mensch Das MiM auch eigene Intrumental-Stücke abliefern können, beweisen sie mit "Friday Afternoon". Jener Track ist gespickt mit House-Elementen und könnte auch ohne Probleme in entsprechenden Clubs laufen. Beim ersten Hören wirkt es etwas "befremdlich", was sich aber von mal zu mal in ein gefälliges Kopfnicken wandelt. Zudem ein Beweis für die Vielseitigkeit der norddeutschen Formation.
ENDANGER sollte vielen von euch ja ein Bergriff sein. Und nicht zuletzt deswegen wird einigen die Stimme im Track "Scharlatan" sehr bekannt vorkommen. Denn Rouven Walterowicz, seines Zeichens Sänger von Endanger, hat hier seine Stimme zur Verfügung gestellt. Zusammen mit einem gefälligen Arrangement und passenden Samples, wird der Track zu einer soliden Einheit und könnte sogar in den Clubs funktionieren.
Eine umgangssprachliche Redewendung haben sich MiM zu Nutzen gemacht und daraus einen Song geformt. "Der Drops ist gelutscht" stampft und knarzt an allen Ecken und Enden und wird somit zu einem echten Tanzflächenfüller.
"Tanzmusik" ist anschliessend angesagt. Ein Intrumentales Stück, dass von Samples durchzogen ist, die vor allem den Ostdeutschen unter euch bekannt sein dürften. Wummernde Drums und eine knarzende Bassline ergänzen den Track, der bei der jungen Generation für schweißtreibende Bewegung sorgen dürfte.
Ganz entgegen der bisherigen Tracks, wird es mit "November" ruhig, gefühlvoll und träumerisch. Die Idee zu diesem Song haben sich Massiv in Mensch bei Mortal Love und ihrem Track "I make the mistake" geholt. Keine wirkliche Coverversion, wenngleich gewisse Parallelen zum besagten Song vorhanden sind. Eine echtes Highlight, dass sich wunderbar von den anderen Songs abhebt und dennoch perfekt in das Gesamtbild der CD passt.
In etwa die gleiche Kerbe schlägt "Vajont". Melancholie trifft hier auf ein ausgefeiltes Arrangement, Samples, passende Vocals und eine feine Melodie. Durchaus ein Song, der in so einige Filme passen würde und erneut die Vielseitigkeit der Band aufzeigt.
"Cortex Zero" ist mein persönlicher Favorit des Album. Hauptsächlich Instrumental, nur gelegentlich durch Stimmen ergänzt, stampft der Track düster im Mid-Tempo unaufhaltsam voran und die Synth-Lines wirken wir perfekt gesetzte Nadelstiche.
Zum Abschluß bieten Massiv in Mensch noch eine "Acoustic-Version" des Songs "The Way to Oblivions" an. Hier bleibt es melancholisch-ruhig und manche Parts wirken schon fast ein wenig episch. So wird das Original zu einem ganz anderen Song, der auf jeden Fall auch seine Fans finden wird. Fazit:
Mit stellt sich immer wieder die Frage, warum Bands zu Coversionen greifen müssen. Eigentlich haben es Massiv in Mensch nicht nötig, denn das eigene Material ist vollkommen überzeugend und bekräftigt mich in dieser Frage. Aber das soll auch schon der einzige negative Punkt sein, den es hier anzusprechen gilt. Denn wenn ich mich auf das verbleibende Material beschränke, kann ein Album wohl vielseitiger nicht sein! Hier treffen schweißtreibende Beats auf Melancholie und akkustische Momente. Wer mit diesem Album nicht zufrieden ist, dem kann man nicht helfen.
Persönlich gesehen, das bisher stärkste Album der Formation um Gründer Daniel Logemann.
Ich spreche hier ohne Bedenken eine klare Kaufempfehlung aus! Anspieltipps:
The Way to Oblivion, Das Modul des Schreckens, Ich bau dir eine Pyramide, November, Cortex Zero
 
 

 

Tags: Massiv in Mensch

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